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Fahrsport - Quo vadis

Update: Resümee der Abstimmung der Turniertermine 2015

Traditioneller Kammdeckel aus Leder

Wie in jedem Jahr waren auch im November 2014 alle rheinischen Fahrer nach Langenfeld eingeladen, um sich zwei Vorträge rund um den Fahrsport anzuhören und gemeinsam einen Blick in die Liste der Turniertermine fürs kommende Jahr zu werfen.

Im ersten Vortrag brachte Eberhard Stripling den Turnierfahrern das Traditionsfahren näher. Zuerst stellte er die Geschichte und das umfangreiche Regelwerk grob vor, bevor er auf die Disziplinen, die auf den Veranstaltungen zu absolvieren sind, näher einging.
Präzise Manöver, wie etwa das rückwärts Einparken, würden schon manchen Turnierfahrer mit modernem Marathonwagen an die Grenze bringen, unvorstellbar so etwas mit einer historischen Postkutsche ohne Bremse auszuführen.
Im Anschluss wurde anhand von einigen eindrucksvollen Bildern noch Beispiele von der Vielfalt und Detailverliebheit bei den Kutschen, Geschirren und der Kleidung von Fahrern und Beifahrern aufgezeigt.

Alles in allem gab der Vortrag den Fahrern einen guten ersten Einblick in das Traditionsfahren.

Der Blick über den Tellerrand des Turniersports brachte uns direkt zum nächsten Punkt des Abends. Denn der Kalender gibt bisher nur 5 Turniere für 2015 her, so dass die grüne Saison im nächsten Jahr eher ruhig ausfallen wird, wenn man sich auf LPO- Fahrturniere im Rheinland beschränkt.

Der zweite Vortrag des Abends beschäftigte sich daher etwas mit den Kosten und Einnahmen, die die Organisation eines Fahrturnieres mit sich bringt.
Dafür hatten Sigrid Kottsieper vom Reit- und Fahrverein Rheurdt und ein Fahrsportfreund aus Reichshof die Kosten der letzten beiden Rheinischen Meisterschaften zusammengestellt.

Auf Grund von unterschiedlichen Vorraussetzungen der Vereine RuFV Rheurdt und Fahrsportfreunde Reichshof gab es Kosten und Einnahmen, die dem einen oder anderen Verein nicht zur Verfügung standen oder anfielen, wie zum Beispiel Einnahmen durch Verpflegung oder Kosten für Abfuhr von Mist.

Im Anschluss startete die offene Diskussion darüber, wie man die Attraktivität für die Veranstalter und Teilnehmer steigern kann und wo die Gründe liegen könnten, dass nur so wenige Turniere für die nächste Saison geplant sind.

Stark diskutiert wurden vor allem die Auszahlung von Preisgeldern, welche ja auf der einen Seite für die Platzierten nur eine kleine Aufwandsentschädigung sind und auf der anderen Seite in der Gesamtheit ein großer Posten auf der Ausgabenseite der Veranstalter. Aber die Befürchtung war, dass Turniere gemieden werden, wenn man dort keine Preisgelder auszahlt.

Weiteres stark diskutiertes Thema waren die Kosten für das Aufstellen von Stallzelten. Hier unterscheiden sich die Preise der unterschiedlichen Veranstalter durch die unterschiedlichen Grundvoraussetzungen, was aber für den Teilnehmer erst einmal nicht transparent ist.
Und so fragt sich der Fahrer bei der Nennung, warum er einmal nur 30 € zahlen muss, während ein anderes Wochenende ihn 80 € für das Aufstellen seiner Stallzelte kostet.

Auch diskutiert wurden die Kosten, die der Landesverband und die FN für Genehmigung, Veröffentlichung und Nachbearbeitung verlangen. Dies sind allerdings Kosten, die für Reit- und Fahrturniere kalkuliert wurden und nicht von den Veranstaltern verhindert werden können.

Alles in allem endete der Abend ohne eine Master- Lösung aber mit der Hoffnung, dass sich diese Flaute in der Anzahl der Turniere stoppen lässt.

Update: "Die FN scheint unsere Diskussion gehört zu haben und hat mit dem folgenden Dokument reagiert:" http://www.psvr.de/unterlagen/Veranstalterentlastung.pdf

-MK-

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